Keimen – spriessen – wachsen

Im Wonnemonat Mai explodiert die Natur. Auch hier in Eglisau erfreuen zarte Knospen, frische Blätter und leuchtende Blüten wieder das Auge. Dabei macht die Natur keinen Unterschied zwischen öffentlichem und privatem Raum – und heimische Pflanzen wachsen neben Nutzpflanzen, exotischen Zierblüten und Neophyten.
Ein wichtiges Werkzeug für die Raumplanung – und damit auch für die Planung der Grünflächen in Eglisau – ist die Bau- und Zonenordnung, die 2025 revidiert wurde und jetzt in die Umsetzung geht. Damit wurden Grünflächenziffern, neue Vorgaben zur Begrünung sowie eine Baumpflanzpflicht eingeführt. Diese Planungsrichtlinien dienen nicht nur der Ökologie, sondern wirken auch der Überhitzung des Siedlungsraums entgegen.
Die Begrünung des öffentlichen Raums ist eine wichtige Aufgabe der Gemeinde Eglisau und wird vom Werkbetrieb umgesetzt. Grünraum verbindet nicht nur Tiere und Insekten, sondern auch Menschen. Er fördert das Wohlbefinden und die Aufenthaltsqualität und wird immer mehr zum Standortvorteil einer Gemeinde. Eglisau hat diesbezüglich schon von seiner Lage her viel zu bieten. Diese einzigartige Landschaft gilt es zu erhalten. So hat sich die Gemeinde Eglisau in den vergangenen Jahren mit 163'000 Franken an der Rebbergmelioration beteiligt, damit der «Vordere Stadtberg» langfristig als Rebberg erhalten bleibt. Im Strassenraum, auf Spielplätzen und in der Rheinbadi sorgt der Werkbetrieb rund ums Jahr dafür, dass Hecken und Bäume geschnitten, Beete bepflanzt, bewässert und gejätet werden. Dabei setzt der Werkbetrieb besondere Akzente, etwa mit dem blumigen Schriftzug «Eglisau» in der Kurve am Brückenportal Süd oder dem Gemüse- und Kräuterweidling an der Rheinstrasse. Ebenfalls zum Naschen laden neu gepflanzte Kastanien- und Walnussbäume beim Spielplatz Schatzinsel und beim Galgenbuck ein.
Vielfalt ist wichtig für Eglisau – nicht nur, aber auch, beim Grünraum. Um diese zu gewährleisten, setzt die Gemeinde, wo immer möglich, auf die Förderung einheimischer Pflanzen. Diese bieten Lebensraum für Insekten, Vögel und andere Wildtiere. Der Werkbetrieb pflegt die vom Naturschutzverein initiierte und gestaltete Ruderalfläche beim Schulhaus Steinboden. Auch hat es an der Rheinstrasse Zierbeete mit heimischen Stauden bepflanzt.
Vielfalt ist keine Selbstverständlichkeit. Immer häufiger breiten sich gebietsfremde Pflanzen (Neophyten) und Tiere (Neozoen) aus, die unsere heimische Flora und Fauna verdrängen oder sogar unsere Gesundheit gefährden. Aus diesem Grund bekämpfen der Forstbetrieb Rafzerfeld und der Werkbetrieb der Gemeinde Neophyten und Neozoen systematisch. In diesem Heft finden Sie im Beitrag der Eglisauer Neophyten-Kontaktperson, was auch Sie als Privatperson gegen die Ausbreitung dieser Pflanzen und Insekten tun können.
Wo es wächst, wuchert es leicht. Das kann behindernd, gefährlich oder sogar strafbar werden. Mit der Einhaltung des Lichtraumprofils stellt der Werkbetrieb der Gemeinde sicher, dass Hecken, Bäume und Sträucher den Strassenunterhalt und die Durchfahrt für die Feuerwehr, Sanität, Entsorgungsfahrzeuge etc. nicht beeinträchtigen, sowie Fussgängerinnen und Fussgänger und andere Verkehrsteilnehmende nicht gefährden. Die Informationen, wie auch Sie das Lichtraumprofil einhalten können, finden Sie in diesem Heft.
Ob zur Zierde, als Lebensraum oder Treffpunkt – der Grünraum ist wichtig für Eglisau. Tragen wir Sorge dazu, damit wir uns rund ums Jahr – besonders in den kommenden Monaten – daran erfreuen können.
Felix Baader
Vorsteher Technische Betriebe