Unsere Natur im Wandel: Gemeinsam gegen invasive Neobiota
Eglisau ist stolz auf seine idyllische Lage am Rhein und seine grünen Quartiere. Immer häufiger breiten sich jedoch gebietsfremde Pflanzen (Neophyten) und Tiere (Neozoen) aus, die unsere heimische Flora und Fauna verdrängen oder sogar unsere Gesundheit gefährden.
Die Gemeinde Eglisau und der Forstbetrieb Rafzerfeld bekämpfen Neophyten und Neozonen systematisch, doch auch Ihre Mithilfe im Garten und am Wasser ist entscheidend.
Gefahr unter der Oberfläche: Wasser-Neophyten und Neozoen
Der Rhein ist die Lebensader unserer Gemeinde. Doch invasive Arten wie die Schmalblättrige Wasserpest oder die Quagga-Muschel, um nur zwei zu nennen, verändern das Ökosystem rasant. Sie überwuchern heimische Wasserpflanzen und bringen das natürliche Gleichgewicht aus dem Lot.
- Was Sie tun können: Reinigen Sie Boote, Stand-up-Paddles und Fischereiausrüstung gründlich, bevor Sie in ein anderes Gewässer wechseln. So verhindern Sie die Verschleppung von Larven und Pflanzenteilen. Dies ist seit dem 1. April 2025 Pflicht im Kanton Zürich und weiteren Kantonen.
Der Kirschlorbeer: Ein «toter» Gartenklassiker
Lange galt er als idealer Sichtschutz, doch der Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) ist ökologisch betrachtet eine Wüste. Seine Blätter sind giftig, und für unsere heimischen Vögel und Insekten bietet er weder Nahrung noch wertvollen Lebensraum. Zudem verbreitet er sich über den Kot von Vögeln unkontrolliert in unseren Wäldern.
- Die gute Nachricht: Seit dem 1. September 2024 gilt in der Schweiz ein Verkaufs- und Inverkehrbringungsverbot für Kirschlorbeer.
- Unsere Empfehlung: Ersetzen Sie bestehende Hecken durch einheimische Alternativen wie Hagebuche, Liguster oder Eibe. Diese bieten Sichtschutz und Lebensraum.
Die Tigermücke: Achtung bei stehendem Wasser
Die Asiatische Tigermücke breitet sich auch im Kanton Zürich aus. Sie ist nicht nur lästig, sondern kann Krankheitserreger übertragen. Ihr bevorzugter Brutplatz: kleinste Mengen stehendes Wasser.
- Stoppen Sie die Vermehrung: Leeren Sie Unterteller, Giesskannen und Regentonnen wöchentlich oder decken Sie diese mückendicht ab. Vermeiden Sie Wasseransammlungen in Spielzeug oder hohlen Zaunpfosten. Schon eine Espressotasse voll Wasser reicht für Hunderte von Larven!
Weiterführende Informationen & Kontakt
Haben Sie Fragen zur Identifikation einer Pflanze oder zur fachgerechten Entsorgung? Nutzen Sie die folgenden Ressourcen:
- Kantonale Fachstelle: Ausführliche Informationen und Merkblätter zu allen invasiven Arten finden Sie auf der Webseite des Kantons Zürich: zh.ch/de > Umwelt/Tiere > Umweltschutz > gebietsfremde Arten > invasive Neophyten (QR-Code)
Bitte an der Seite den QR-Code «Neophyten» einfügen - Beratung vor Ort: Für spezifische Fragen in unserer Gemeinde wenden Sie sich bitte an Mischa Meier, Neophyten-Kontaktperson der Gemeinde Eglisau:
mischa.meier@forst-rafzerfeld.ch
Wir unterstützen Sie gerne dabei, Ihren Garten und unsere Umwelt von Neophyten
freizuhalten.
Wichtiger Entsorgungshinweis: Entsorgen Sie invasive Neophyten niemals auf dem eigenen Kompost oder im Wald. Nutzen Sie ausschliesslich den Kehricht, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Gemeinsam bewahren wir die natürliche Schönheit Eglisaus. Vielen Dank für Ihren Einsatz!