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Chlorothalonil und dessen Abbauprodukte im Grund- und Trinkwasser

Die Chlorothalonil-Grenzwerte im Eglisauer Trinkwasser werden in geringem Masse überschritten. Es besteht jedoch keine unmittelbare Gesundheitsgefährdung.

In den Medien ist oft vom Wirkstoff Chlorothalonil und dessen Abbauprodukten, sogenannte Metaboliten, zu lesen. Beim Chlorothalonil handelt es sich um ein Pflanzenschutzmittel, das in der Landwirtschaft oft verwendet wird. Dessen Abbauprodukte können ins Grund- und Quellwasser und somit auch ins Trinkwasser der Bevölkerung gelangen. Erhöhte Mengen Chlorothalonil gelten als gesundheitsgefährdend, weshalb auch die Abbauprodukte als relevant eingestuft werden. Als wichtigste Sofortmassnahme wurde für Chlorothalonil schweizweit ein Anwendungsverbot erlassen. Trotzdem bleiben Rückstände der Abbauprodukte im Erdboden zurück, welche nach gewisser Zeit in das Grund- und Quellwasser gelangen können. Bis sämtliche Rückstände verschwunden sind, kann es viele Jahre dauern.

Ergebnisse und Massnahmen der Wasserversorgung

Die Konzentrationen der Metaboliten im Wasser werden regelmässig gemessen und kontrolliert. Dort wo die Höchstwerte nicht eingehalten werden, sind innert angemessener Frist weitere Massnahmen durch die Wasserversorgungen einzuleiten. Im Kanton Zürich wurden die Messewerte aller Wasserversorgungen gesammelt, um die Bevölkerung transparent zu informieren. Die Daten wurden so aufbereitet, dass in einer gefärbten Karte für alle Gemeinden die Belastung des Trinkwassers ersichtlich ist. Darin ist zu sehen, dass auch in den Gemeinden des Zürcher Unterlands die geltenden Höchstwerte teilweise überschritten werden.

Die Gemeinden Bülach, Eglisau, Hüntwangen, Rafz, Wasterkingen, Wil ZH sowie Buchberg und Rüdlingen (Kanton Schaffhausen) beziehen einen Grossteil ihres Wassers aus der gemeinsamen Grundwassergewinnung Stadtforen. Der Wasserversorger hat bereits vor Monaten reagiert, indem er das durch Chlorothalonil belastete Grundwasser mit weniger belastetem Wasser verdünnt. Trotz dieser Massnahme können die Werte für einzelne Metaboliten nicht überall eingehalten werden.

Trinkwasserqualität in Eglisau

In Eglisau tragen neben der Grundwassergewinnung Stadtforen die Quellen Tössriederen, Dachsberg und Brunnadern zur Wasserversorgung bei. Deren Anteil am Trinkwasser beträgt rund 10 %. Bei den Quellen Tössriederen und Dachsberg werden die Grenzwerte eingehalten. Das Quellwasser Brunnadern überschreitet die Grenzwerte, weshalb als Sofortmassnahme das Pumpwerk vom Netz genommen wurde und bis auf Weiteres nicht mehr genutzt wird.

Messungen im Eglisauer Leitungsnetz ergeben, dass die Höchstwerte im Trinkwasser bei uns in geringem Masse (um 0.15 - 0.2 µg/l) überschritten werden. Basierend auf den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen besteht keine unmittelbare Gesundheitsgefährdung. Konsumentinnen und Konsumenten können das Trinkwasser weiterhin ohne Einschränkungen konsumieren. In Abstimmung mit den Kantonalen Behörden wird darum im Moment auf finanziell einschneidende und technisch unerprobte Massnahmen verzichtet, bis das weitere Vorgehen gesamtschweizerisch festgelegt ist.

Wir haben sehr hohe Qualitätsansprüche an das Trinkwasser. Die wichtigste Massnahme wurde bereits vom Bund ergriffen, indem die Verwendung von Chlorothalonil per Januar 2020 in der Schweiz verboten ist. Wir sind weiterhin bestrebt, Trinkwasser von bester Qualität zu liefern.

>Wasserversorgung Eglisau

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