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Mobilität

Wegen der topografischen Lage, des weitgezogenen Gemeindegebiets und der in der Peripherie situierten Einkaufsmöglichkeiten ist der motorisierte Individualverkehr (MIV) als Alltagsverkehrsmittel in der Gemeinde Eglisau sehr beliebt. Dies hat ein hohes Verkehrsaufkommen, eine hohe Parkraumnachfrage sowie eine herausfordernde Koexistenz zwischen MIV und Langsamverkehr (LV) zur Folge. Dazu kommt, dass mit dem ÖV-Angebot nicht alle Quartiere erschlossen werden und das Angebot in den Randzeiten dürftig ist. Die Gemeinde Eglisau ist heute gemäss den ÖV-Güteklassen des Kantons Zürich mittelmässig (Bahnhof) bis marginal mit dem ÖV erschlossen.

Auf Anregung der Organisation eglisau60plus wurde im Januar 2018 die Bevölkerung zum Mobilitätsverhalten und -bedarf befragt. Die Mehrheit der Befragten wünscht sich ein Ruftaxi insbesondere für Einkaufsfahrten ins Bauelenzelg und ins Städtli. Zudem äussern die Befragten das Bedürfnis, dass das Ruftaxi die Anbindung an die Bahnhöfe Hüntwangen-Wil und Eglisau sicherstellt. Die Befragung hat zudem gezeigt, dass es einen Bedarf an weiteren – z.B. Verbesserung Fussweg-/Velo-Verbindungen, Verkehrsberuhigung Städtli, Parkraumkonzept, E-Bike-Vermietung – Massnahmen gibt.

Als möglicher Lösungsansatz zur Ergänzung des öffentlichen Verkehrs und privater Fahrdienste wurde im Herbst 2019 von der Gemeinde in Zusammenarbeit mit PostAuto ein mehrtägiger Demobetrieb des Tür-zu-Tür-Shuttles «Kollibri» durchgeführt. Das Angebot soll nun während einer längeren Pilotphase getestet werden.

Zur Sicherstellung eines attraktiven Mobilitätsangebots, das allen Verkehrsteilnehmern gerecht wird, hat sich der Gemeinderat die Erarbeitung eines ganzheitlichen Mobilitätskonzepts zum Ziel gesetzt.

Newsmeldungen zum Dossier

Ergänzung Ortsbus – Verbesserung des Mobilitätsangebots

PostAuto empfiehlt, die On-Demand-Lösung ("Kollibri") momentan nicht weiterzuverfolgen und stattdessen den aktuellen Fahrplan des Ortsbusses weiterzuführen. Um die Koordination der bereits eingeleiteten und den noch anstehenden Verkehrsmassnahmen sicherzustellen, möchte der Gemeinderat im 2021 ein ganzheitliches Mobilitätskonzept erarbeiten.

Im Jahr 2017 hat der Gemeinderat zusammen mit eglisau60plus das Projekt «EgliMobil» lanciert und anfangs 2018 eine Bevölkerungsumfrage durchgeführt. Da nicht alle Quartiere mit dem ÖV-Angebot erschlossen sind und das Angebot in den Randzeiten dürftig ist, war das Ziel der Umfrage, die Bedürfnisse der Bevölkerung herauszufinden und das Mobilitätsangebot in der Gemeinde zu verbessern. Die Mehrheit der Befragten wünschte sich ein Ruftaxi insbesondere für Einkaufsfahrten ins Bauelenzelg und ins Städtli. Zudem äusserten die Befragten das Bedürfnis, dass das Ruftaxi die Anbindung an die Bahnhöfe Hüntwangen-Wil und Eglisau sicherstellt. Die Befragung hat zudem gezeigt, dass es einen Bedarf an weiteren – z.B. Verbesserung Fussweg-/Velo-Verbindungen, Verkehrsberuhigung Städtli, Parkraumkonzept, E-Bike-Vermietung – Massnahmen gibt.

Bei der Suche nach Lösungsmöglichkeiten für ein Ruftaxi ist man auf das Pilotprojekt «Kollibri» von PostAuto gestossen. Bei «Kollibri» handelt es sich um einen Tür-zu-Tür-Shuttle, mit dem der Benutzer bequem per App (On-Demand) Fahrten buchen kann. Das Fahrzeug wird mit anderen Fahrgästen geteilt, die auf einer ähnlichen Route unterwegs sind.

«Kollibri» hat den grossen Vorteil, dass die organisatorischen Belange (Fahrerrekrutierung, Buchungen, App etc.) durch PostAuto professionell sichergestellt ist und die Chance besteht, das Angebot in den bestehenden ÖV zu integrieren. Durch die Kooperation mit PostAuto könnten bei den Betriebskosten erhebliche Einsparungen gemacht werden, was angesichts der finanziellen Lage der Gemeinde ein wichtiges Kriterium ist. Im Herbst 2019 wurde ein mehrtägiger Demobetrieb von «Kollibri» durchgeführt. Das Angebot hätte anschliessend während einer längeren Pilotphase getestet werden sollen.

Zwischenzeitlich hat PostAuto weitere Abklärungen für eine feste Einführung eines Tür-zu-Tür-Shuttles vorgenommen. Diesen Herbst kam dann – durch Corona verzögert – der Rückschlag. Seitens ZVV besteht die Vorgabe, dass kein Tür-zu-Tür Service angeboten werden darf, sondern dass die bestehenden Haltestellen bedient werden müssen. Dadurch entfällt ein entscheidender Vorteil eines solchen Angebots. Des Weiteren bestehen für PostAuto zusätzliche rechtliche Unklarheiten. PostAuto empfiehlt deshalb, die On-Demand-Lösung momentan nicht weiterzuverfolgen und stattdessen den aktuellen Fahrplan des Ortsbusses weiterzuführen.

Der Gemeinderat bedauert die Empfehlung von PostAuto, kann sie aber aufgrund der Sachlage nachvollziehen. Ohne die Kooperation mit PostAuto sieht der Gemeinderat keine realistische Perspektive, ein On-Demand Angebot zu realisieren. Der Gemeinderat erachtet es als zielführender, in anderen Bereichen Verbesserungen anzustreben und Lösungen zu prüfen. Um die Koordination der bereits eingeleiteten und den noch anstehenden Verkehrsmassnahmen sicherzustellen, möchte der Gemeinderat im 2021 ein ganzheitliches Mobilitätskonzept erarbeiten. Wenn es die Situation wieder zulässt, würde der Gemeinderat gerne an einer öffentlichen Informationsveranstaltung detaillierter über das Vorhaben berichten.

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