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Investitionen in die Zukunft

Die Wasserversorgung befindet sich in stetem Wandel. Laufende Investitionen sind unerlässerlich, damit auch die nachfolgenden Generationen über eine funktionierende Infrastruktur verfügen.

Gerade in schwierigen Zeiten ist eine gut funktionierende Infrastruktur (Versorgung mit Strom, Wasser etc. und Entsorgung des Abwassers, des Abfalls sowie von anderen Stoffen) nicht wegzudenken. Sie sind sogenannt «systemrelevant» und müssen möglichst auch dann funktionieren, wenn vieles andere, was für uns alltäglich geworden ist, längst stillsteht.

Ausbauten und Sanierungen von Netz und Bauwerken in einer Wasserversorgung müssen sich nach dem für die jeweilige Versorgung gültigen GWP (Generelles Wasser Projekt) richten. Dieses schreibt für den Zeitraum von einigen Jahren vor, welche Erneuerungen realisiert werden müssen, um Versorgungssicherheit und Löschwasserschutz gewährleisten zu können und gleichzeitig auch wirtschaftlich mit den finanziellen Ressourcen umzugehen. Es ist vom Kanton kontrolliert und bewilligt. Zumeist sind die Anlagen der Wasserversorgung im Erdreich verbaut, um unerwünschte Erwärmungen zu vermeiden und deshalb der breiten Öffentlichkeit meist nicht präsent. Die beiden Pumpwerke sind ebenfalls unterirdisch gebaut, sichtbar bleiben die Revisionstüren und einzelne Komponenten, welche eine Verbindung zur Aussenwelt benötigen (z.B. Be- und Entlüftung).

Erfolgreich ersetzt und in Betrieb: QWPW Tössriederen, Löschwasserversorgung Zone Laubi

Eglisau ist in den letzten Jahren und Jahrzehnten stark gewachsen, was sich nicht nur an der Bevölkerungszahl, sondern auch am Wasserverbrauch und anderen Infrastrukturen bemerkbar gemacht hat. Im Rahmen des GWP wurden in den letzten 20 Jahren diverse Arbeiten ausgeführt, unter anderem die Sanierung von Reservoiren und vor allem auch der Zusammenschluss von Druckzonen, so dass heute, nach der Realisierung des QWPW Tössriederen, nur noch zwei Druckzonen bestehen (Zone Wiler und Zone Eglisau-Seglingen, zu der auch Tössriederen gehört) und der Weiler Laubi ab dem neuen QWPW mit einer Druckerhöhungsanlage versorgt wird. Diese Vereinfachung hilft insbesondere der besseren Verfügbarkeit des Trinkwassers, da das Wasser zwar aus einem Reservoir «nach unten läuft», zuerst jedoch unter dem Einsatz von viel elektrischer Energie dorthin gefördert werden muss. Die Kontrolle und Wartung der Anlagen lässt sich besser planen und ist durch diese Massnahmen übersichtlicher geworden.

Geplanter Ersatzneubau: STPW und QPWP Egg

Mit dem anstehenden Neubau des Quellwasser- und Stufenpumpwerks Egg (Sommer 2020 bis Sommer 2021) wird auch die Versorgung der Zone Wiler verbessert, da die Verfügbarkeit des Trinkwassers steigt und der Energieverbrauch durch die Nutzung des vorhandenen Vordrucks um einen grossen Teil sinken wird. Auch bei diesem Projekt sind die Anlagen an der Grenze ihrer Lebensdauer angelangt und werden mit dem Ersatzneubau an die neuen Gegebenheiten angepasst, so dass die «Herzstücke» der Versorgung wieder für viele Jahre zuverlässig funktionieren können. Gerade in Zeiten wie diesen, wo das Corona-Virus für uns alle gegenwärtig ist, stellen sich auch für die Wasserversorgung grundlegende Fragen hinsichtlich Betreuung und Bewirtschaftung der Anlagen in Krisenzeiten oder zum Beispiel bei pandemiebedingtem grösserem Personalausfall und es zahlt sich aus, dass bereits seit vielen Jahren grosser Effort in die Sanierung wichtiger Anlagenteile gesetzt wurde, so dass die Wasserversorgung heute zu einem grossen Teil selbstständig funktioniert. Störungen und Notfälle sind – wie in jedem technischen System – nie ganz zu vermeiden und erfordern die entsprechenden Eingriffe des Bedienpersonals (Brunnenmeister und externe Dienstleister). Die nicht unerheblichen Investitionen werden zu einem grossen Teil über die Gebühren (Wasserbezug) finanziert. Vorausschauende Politiker, wie wir sie glücklicherweise in Eglisau haben, investieren regelmässig in die Infrastrukturen, so dass die Investitionssummen auf einem gleichbleibenden Niveau gehalten werden können. Investitionsstopps rächen sich oft erst nach Jahren/Jahrzehnten mit einem riesigen, fast nicht finanzierbarem Nachholbedarf, wie dies andere Gemeinschaften zur Zeit erleben.

Wir sind auf einem guten Weg und freuen uns, Sie auch künftig zuverlässig versorgen zu können. Wenn Sie Fragen zur Wasserversorgung oder zu den erwähnten Projekten haben, steht Ihnen die Wasserversorgung gerne zur Verfügung (wasser@eglisau.ch).

>Werner Graf/Gemeinderat, Tiefbauvorstand

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