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Kinder- und Jugendkonzept «KiJu@Eglisau»

Nach einer Vorbereitungsphase in den Jahren 2018/2019 startete im Juni 2020 eine Projektgruppe aus Einwohnerinnen, Jugendkommissionmitgliedern und der Jugendarbeit ihre gemeinsame Arbeit am Kinder- und Jugendkonzept Eglisau. Ein Kinder- und Jugendkonzept beschreibt eine Strategie sowie einen verbindlichen Umsetzungsplan der kommunalen Kinder- und Jugendpolitik und umfasst unterschiedliche Themenbereiche der kommunalen Kinder- und Jugendpolitik. Mit dem Konzept wird eine langfristige Vision (bis 10 Jahre) definiert und es legt konkrete Ziele und Massnahmen für eine mittel- bis kurzfristige Planung fest. Dadurch werden eine nachhaltige Planung, Koordination und Steuerung der kommunalen Kinder- und Jugendpolitik gefördert. Als Grundlage für das Kinder- und Jugendkonzept dient eine Bestandsaufnahme (Ist) und eine Bedarfsermittlung (Soll).

Neben vier anderen Gemeinden in der Schweiz wurde Eglisau 2019 als Pilotgemeinde ausgewählt, um den Prozessleitfaden kommunale Kinder- und Jugendpolitik bei der Entwicklung ihres Kinder- und Jugendkonzeptes anzuwenden und bei dessen Entwicklung mitzuwirken. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit dem DOJ (Dachverband Offene Kinder- und Jugendarbeit Schweiz) und der FHNW (Fachhochschule Nordwestschweiz).

Die Projektgruppe KiJu@Eglisau trifft sich regelmässig zu Sitzungen, um für Eglisau ein eigenes Kinder- und Jugendkonzept zu erarbeiten. Hierbei werden einzelne Phasen durchlaufen, welche bei der Erstellung eines solchen Konzeptes helfen. Dazu gehören unter anderem die Startphase (Initiierung), eine umfangreiche Analysephase und eine Phase, in der notwendige Massnahmen aus der Analyse abgeleitet werden.

In der aktuellen Phase geht es darum einen Überblick über die aktuellen Angebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der Gemeinde Eglisau zu erhalten und deren Bedürfnisse abzuholen. Hierfür werden von der Projektleitung (Andreas Bischof und Simone Wyss) geeignete Methoden und Instrumente für deren Erhebung vorbereitet und zur Verfügung gestellt.

Mitglieder KiJu@Eglisau:

Starosta Amina(Anwohnerin)
Euerlings Tina(Anwohnerin)
von Känel Kristina(Anwohnerin)
Leuthard Anja(Anwohnerin/Schulsozialarbeit)
Bischof Andreas(Co-Projektleitung)
Wyss Simone(Co-Projektleitung)
Laufer Thomas(Gemeinderat)
Stutz Esther(Kirchenpflege reformiert)
Irma Erb(Kirchenpflege katholisch)
Passerini Stephan(Schulleitung Sekundarschule)
Stotz Daniel(Schulpflege)
Crottogini Kristin(Sozialbehörde)

 

Das Projekt wird durch die okaj zürich - kantonale Kinder- und Jugendförderung als beratende Organisation begleitet.

Newsmeldungen zum Dossier

Erarbeitung eines Kinder- und Jugendkonzepts in Eglisau

Die Erarbeitung des Kinder- und Jungendkonzepts schreitet voran. Die Bevölkerung ist eingeladen, in der Projektgruppe mitzuwirken.

In seiner Strategie 2019 bis 2023 hat sich der Gemeinderat das Ziel gesetzt, ein Kinder- und Jugendkonzept zu erarbeiten. Auch aus der Bevölkerung wurden in den letzten rund zwei Jahren viele allgemeine und konkrete Anliegen zum Thema geäussert – von Betreuungsangeboten für Kleinkinder bis zu selbstverwaltetem Raumangebot für Jugendliche waren die vorgebrachten Themen breit gefächert. Das zeigt, dass es an der Zeit ist, diesen Bereich kommunaler Arbeit umfassend zu planen und zu konzipieren, aber auch, wie gross das Interesse und Engagement in der Bevölkerung dafür ist. Diesen Rückhalt braucht es, um ein starkes Kinder- und Jugendkonzept, das zu Eglisau passt, zu erarbeiten. Konzepte, Strategien und Leitbilder zum Thema Jugend existieren mancherorts schon, und die Verlockung, etwas Bestehendes zu übernehmen, ist gross. Allerdings nützen Konzepte immer dann etwas, wenn sie tatsächlich zu den Bedingungen, den Strukturen, den Menschen und den Bedürfnissen vor Ort passen. Sonst werden sie zu Papiertigern, die schnell in der Schublade verschwinden. Sie passend zu gestalten erfordert sorgfältige Analyse und breite Beteiligung. Daher möchte Eglisau sein neues Konzept zusammen mit allen Interessierten und Betroffenen in einem partizipativen Prozess und fachlich gut unterstützt erarbeiten.

Für Eglisau bot sich, als der Prozess sich bereits in der Vorbereitung befand, überraschend die Chance, dieses Vorhaben in enger Zusammenarbeit mit dem Dachverband Offene Jugendarbeit Schweiz (DOJ) und der Fachhochschule Nordwestschweiz (fhnw) anzugehen, und zwar in einem besonderen Projekt dieser beiden Organisationen. DOJ und fhnw erarbeiten nämlich einen Prozessleitfaden, der Gemeinden in Zukunft helfen soll, genau solche Konzepterarbeitungen nachhaltig und möglichst selbständig zu organisieren. Damit Fachwissen, Theorie und Praxis gleichermassen in den Leitfaden einfliessen, arbeiten die beiden Organisationen mit vier Gemeinden zusammen, die ihre Erfahrungen miteinbringen und die einzelnen Schritte der Konzepterarbeitung, wie sie im Leitfaden beschrieben werden, vor Ort erproben. Jeder der fünf Schritte, aus denen der Prozess besteht, wird gemeinsam erarbeitet, vor Ort durchgeführt und aufgrund der dann gemachten Erfahrungen für den Leitfaden nochmals überarbeitet (siehe nachfolgende Grafik).

Im Austausch für unsere Mitarbeit am Leitfaden können wir während des gesamten Prozesses auf die fachliche und wissenschaftliche Unterstützung aus Dachverband und Fachhochschule zurückgreifen. Der Vorteil, diese Unterstützung garantiert und kostenlos zu erhalten, und gleichzeitig die Chance, als eine von schweizweit vier Modellgemeinden unsere Erfahrungen miteinzubringen, überzeugte uns sehr. Daraufhin sind wir aus den Vorbereitungsarbeiten für einen Prozess «im Alleingang» im vergangenen Herbst aus- und in das hier beschriebene Projekt eingestiegen, was den Start nochmals etwas verzögert hat. Mit Sofortmassnahmen wie der neuen Stelle für aufsuchende Jugendarbeit wird sichergestellt, dass wir bereits während der Konzepterarbeitung mit ausreichenden Ressourcen und flexiblen Angeboten auf die dringenden Bedürfnisse reagieren können, und dass wir uns gleichzeitig mit der gebotenen Sorgfalt der konzeptionellen Arbeit widmen können.

Ihre Mitarbeit ist gefragt!

Für die Organisation, Planung und Begleitung der Konzeptarbeiten in Eglisau wird eine Projektgruppe zuständig sein, die den Prozess gestaltet und für sein konkretes Ergebnis verantwortlich sein wird. Einen Teil dieser Projektgruppe werden die Mitglieder der bestehenden Jugendkommission bilden. Damit die Mitsprache der Bevölkerung aber über den gesamten Prozess hinweg garantiert ist, laden wir Sie ein, sich an dieser Projektgruppe zu beteiligen. Es stehen bis zu fünf Plätze für Mitwirkende aus der Bevölkerung zur Verfügung. Voraussetzung für eine Beteiligung in dieser Form ist die Bereitschaft zu regelmässigen Sitzungen (je nach Projektphase ca. alle ein bis drei Monate) und eine langfristige Beteiligung möglichst bis zum Ende des Projekts (Anfang 2022). Bei Interesse oder mit Rückfragen melden Sie sich bitte bei der Gemeinde unter info@eglisau.ch. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit im Interesse der Jugend.

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