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Betriebs- und Gestaltungskonzept Ortsdurchfahrt Eglisau

Die Zürcher- bzw. Schaffhauserstrasse in Eglisau hat einen durchschnittlichen Tagesverkehr von rund 20‘000 Fahrzeugen – mehrheitlich Durchgangsverkehr. Zudem weist sie einen im Vergleich hohen Schwerverkehrsanteil auf. Durch die hohe verkehrliche Belastung wird die Fahrbahn arg in Mitleidenschaft gezogen. Eine Sanierung der Staatsstrasse inklusive der Rheinbrücke in den nächsten Jahren ist unvermeidlich.

Das hohe Verkehrsaufkommen hat zur Folge, dass es gerade in den Spitzenverkehrszeiten kaum möglich ist, die Strasse sicher zu queren oder aus seitlichen Strassen einzubiegen. Fussgänger und Velofahrer müssen neben der Behinderung ernsthafte Sicherheitsrisiken in Kauf nehmen. Dies trifft insbesondere oft Schülerinnen und Schüler auf den Schul- und Freizeitwegen. Ausserdem leiden viele Anwohner der Ortsdurchfahrt unter den Lärm- und Schadstoffimmissionen.

Kanton und Gemeinde haben eine Studie für ein Betriebs- und Gestaltungskonzept (BGK) in Auftrag gegeben, um die angeführten Mängel abzuschwächen, ohne die Durchgangskapazität der Strasse zu beeinflussen. Dazu wird der Verkehr in «Paketen» durchgeschleust, wobei immer wieder eine Lücke zwischen den Paketen entsteht, die das Queren sowie das Ein- und Ausbiegen erleichtert. Die Pakete werden mit Lichtsignalanlagen gebildet. Mit gestalterischen Eingriffen in das Strassenbild (zusätzliche und/oder multifunktionelle Fahrbahnen, Fahrbahnverbreiterungen und -verengungen etc.) wird die Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer erhöht.

Der Gemeinderat steht vollumfänglich hinter der Umsetzung des BGK, drängt gleichzeitig aber auch auf eine Koordination mit dem Ausbau Hardwald und weiteren Bauvorhaben im Raum Rafzerfeld. Ausserdem betont der Gemeinderat, dass das BGK keine Alternative zur Umfahrung bietet und letztere weiterhin voranzutreiben ist.

Newsmeldungen zum Dossier

Betriebs- und Gestaltungskonzept Eglisau (BGK Ortsdurchfahrt) – Ausbau Hardwald: Aktueller Stand

Das BGK auf der Kantonsstrasse durch Eglisau und der 4-Spur-Ausbau im Hardwald sind für die Verträglichkeit von Siedlung und Verkehr für Eglisau von grosser Bedeutung. Der Kanton verspricht der Gemeinde, dass die Projekte aufeinander abgestimmt werden.

Das BGK auf der Kantonsstrasse durch Eglisau und der 4-Spur-Ausbau im Hardwald sind für die Verträglichkeit von Siedlung und Verkehr für Eglisau von grosser Bedeutung.

Das Projekt des 4-Spur-Ausbaus im Hardwald ist weit fortgeschritten. Die Finanzierung ist gesichert, die Verhandlungen zu den erfolgten Einsprachen sollen bis Ende 2020 abgeschlossen sein. Frühestens Ende 2021 werden die Vorbereitungsarbeiten starten, der Baustart der Hauptarbeiten wird frühestens Ende 2022 erfolgen. Die Bauarbeiten im Hardwald und am Kreisel Chrüzstrasse werden frühestens Ende 2024 abgeschlossen. Das konkrete Terminprogramm hängt vom Verlauf der Einsprachen ab. Ein Weiterzug würde das Vorhaben um mindestens ein Jahr verzögern.

Eine sinnvolle zeitliche Koordination des Hardwald-Ausbaus und der Realisierung des BGK auf der Ortsdurchfahrt ist für Eglisau unverzichtbar. Die Umsetzung des BGK erfolgt gleichzeitig mit der anstehenden Sanierung der Kantonsstrasse. Es darf nicht die Situation eintreten, dass die Kapazitäten im Hardwald ausgebaut sind und noch Unklarheiten betreffend der zeitlichen Realisierung des BGK bestehen. Resultat wäre ein Verkehrschaos auf der Ortsdurchfahrt in Eglisau.

 

Diese Koordination war längere Zeit nicht erkennbar. Die beteiligten kantonalen Ämter äusserten widersprüchliche Absichten. Der Gemeinderat hat darum im Februar 2020 beim Regierungsrat des Kantons Zürich interveniert und eine Aussprache unter allen Beteiligten gefordert. Diese Intervention zeigte Wirkung. Nach intensiven kantonsinternen Gesprächen unter den beteiligten Ämtern konnte geklärt werden, wie die beiden anspruchsvollen Projekte koordiniert umgesetzt werden können.

Das BGK soll als Gesamtprojekt – und nicht aufgeteilt in Sofortmassnahmen und dem eigentlichen Vorhaben – aufgelegt und dann realisiert werden. Im optimalen Fall starten die Ausführungsarbeiten der Ortsdurchfahrt dann, wenn der 4-Spur-Ausbau im Hardwald eröffnet wird. Damit könnte sichergestellt werden, dass durch die BGK-Baustelle in Eglisau die erforderliche Pförtnerwirkung für den Verkehr erreicht wird. Der Kanton Zürich verspricht der Gemeinde Eglisau die Einrichtung von provisorischen Dosierungsanlagen, sollte die Bauausführung der Ortsdurchfahrt nicht rechtzeitig starten können.

Der aktualisierte Zeitplan sieht vor, dass der Baubeginn auf der Ortsdurchfahrt im Frühjahr 2025 erfolgen könnte. Die Bauzeit wird rund 1.5 Jahre betragen. Für das Frühjahr 2021 ist eine öffentliche Informationsveranstaltung mit den beteiligten kantonalen Ämtern geplant, in der das erwähnte Vorgehen umfassend dargestellt wird.

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