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Wärmeverbund im Städtli: Aktueller Stand 18. Dec 2017

Mit einem Wärmeverbund sollen die Liegenschaften im Städtli mit erneuerbarer Energie versorgt werden. Die Umsetzung des Vorhabens wird durch Schwierigkeiten bei der Standortsuche für eine zusätzliche Heizzentrale verzögert.

Bei einigen öffentlichen Gebäuden im Städtli stehen in nächster Zeit Sanierungen von grösseren bestehenden Heizungen an. Etliche private Liegenschaften müssen in den kommenden Jahren saniert werden. Zahlreiche Gebäude im Städtli sind mit alten Elektrospeicherheizungen ausgerüstet, die Sanierung ist wegen der engen Platzverhältnisse und aufgrund der aktuellen gesetzlichen Vorschriften schwierig. Denkmalpflegerische Vorgaben erschweren eine energetische Sanierung von Liegenschaften in der Kernzone.

Der Gemeinderat hat sich wiederholt für die Förderung erneuerbarer Energien ausgesprochen. Er hat auf der Basis zweier Studien erkannt, dass das Städtli mit einem Wärmeverbund wirtschaftlich mit erneuerbarer Energie erschlossen werden kann. Als Energieträger soll primär einheimisches Holz zum Einsatz kommen. In Eglisau und Umgebung steht noch ein grosses, bisher ungenutztes Energieholzpotenzial zur Verfügung.

Beim geplanten Wärmeverbund im Städtli handelt es sich um ein technisch kompliziertes System mit zum Teil schwer abschätzbaren Risiken. Die Sicherstellung eines effizienten und störungsfreien Betriebes der Wärmeversorgung ist sehr anspruchsvoll. Betrieb und Unterhalt können erfahrungsgemäss durch einen professionellen Anbieter günstiger und kundenfreundlicher erfolgen. Beim so genannten Energieliefer-Contracting handelt es sich um einen Dienstleistungsvertrag, in dem die Lieferung von Energie durch einen Leistungserbringer mit langfristigen Verträgen garantiert wird. Der Contractor übernimmt die Planung und Erstellung der Anlagen. Auch die Wartung samt Pikettdienst sind im Contractingvertrag enthalten. Die Gemeinde muss sich nicht um die Finanzierung, den Bau, den Betrieb und den Unterhalt kümmern und die entsprechenden Risiken müssen nicht von der Allgemeinheit getragen werden. Der Gemeinderat hat sich deshalb für eine Contracting-Lösung ausgesprochen. Er hat im Sommer 2016 nach einer öffentlichen Ausschreibung die Firma Renercon aus Knonau als Contractor bestimmt.

Nach Aufnahme der Planung des Wärmeverbundes durch die Firma Renercon hat sich gezeigt, dass für den Betrieb des Verbundes eine neue Heizzentrale erstellt werden muss. An den Standort einer solchen Zentrale werden komplexe Anforderungen gestellt (z.B. Anlieferung des Brennstoffs, Abgasführung, Sicherheit). Verschiedene mögliche Standorte im Umfeld der Schulanlage Städtli wurden geprüft. Als sehr vielversprechend hat sich dann der Standort des ins Auge gefassten neuen Sekundarschulhauses des Zweckverbandes «Gemeinsame Sekundarschule Eglisau – Unteres Rafzerfeld» im Schlafapfelbaum herausgestellt. Der Wettbewerbskredit für diese Schulanlage wurde im Oktober 2017 von der Schulgemeinde Unteres Rafzerfeld leider abgelehnt. Die Schule Eglisau will nun aus dem Zweckverband austreten und den benötigten Schulraum im Alleingang realisieren.

Die Planung des Wärmeverbundes Städtli wird weitergeführt, sobald Klarheit darüber besteht, ob - wie von der Schulpflege angestrebt - im Schlafapfelbaum ein Eglisauer Sekundarschulhaus realisiert werden kann.

Peter Bär
Gemeinderat / Hochbauvorstand 

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