Um Aussagen zur Bevölkerungsentwicklung für die Zukunft machen zu können, wurde ein auf Eglisau zugeschnittenes Modell entwickelt. Dieses berücksichtigt neben den Altersklassen zur Abschätzung der Anzahl Schüler und der Betagten auch das generierte Steuersubstrat. Wie andere Prognosemodelle basiert das Modell auf den Zuzügen, Wegzügen, Umzügen Geburten und Todesfällen. Im Gegensatz zu vergleichbaren Modellen wird die Entwicklung nicht nur für die Gemeinde bzw. für Quartiere geschätzt, sondern es werden 76 einzelne Aggregationsflächen gesondert betrachtet. So können die ortsspezifischen Feinheiten im Modell berücksichtigt werden: Qualität der Wohnlagen, Art der Bauzonen, bereits vorhandene (grössere) Bauprojekte, Bauzonenreserven etc. Insbesondere fliesst auch der Wechsel ins Alters- und Pflegeheim separat in das Modell ein.

Prinzip der Bevölkerungsprognosen
Speziell ist auch die Berücksichtigung von Projekten, die sich entweder im Bau befinden oder aber in naher Zukunft realisiert werden. Insbesondere in den Jahren 2009 bis 2011 wird in Eglisau mit einer sehr hohen Bautätigkeit gerechnet. Dementsprechend hoch dürfte auch die Anzahl Neuzuzüger sein. Die umfangreichste Bautätigkeit in den nächsten Jahren wird in der Nähe des Bahnhofes stattfinden. Aber auch im Raum Stampfi und Eigenacker entstehen teils grössere Überbauungen.

Räumliche Verteilung der Neubauten
Die Schätzungen wurden aufgrund von drei Szenarien berechnet.
- Szenario 1 berücksichtigt nur die heute bekannten Neubauten.
- Szenario 2 berücksichtigt die Neubauten und rechnet anschliessend mit einer Bautätigkeit im Umfang von 5% der (inneren) Bauzonenreserven.
- Szenario 3 berücksichtigt die Neubauten und rechnet anschliessend mit einer Bautätigkeit im Umfang von 15% der (inneren) Bauzonenreserven.
Das Szenario 1 ist eher unrealistisch. Es zeigt aber eindrücklich, wie sich die Bevölkerung entwickeln würde, wenn der Bauboom mehr oder weniger abrupt zum Stillstand käme. Langfristig ist sicher mit einem entsprechenden Szenario zu rechnen, da die Bauzonen begrenzt sind und auch die inneren Verdichtungsmöglichkeiten in eher ländlich geprägten Gemeinden kaum genutzt werden können.
Die Realität wird vermutlich zwischen den beiden Szenarien 2 und 3 liegen.
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