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Sachplanverfahren Geologische Tiefenlager

Radioaktive Abfälle entstehen vor allem bei der Nutzung von Kernenergie und in kleineren Mengen in der Medizin, in der Industrie und Forschung. Weltweit ist anerkannt, dass nur die Lagerung in tiefen Gesteinsschichten die Sicherheit über die notwendigen langen Zeiträume gewährleisten kann. Die Standortsuche für geologische Tiefenlager wird im "Sachplan geologische Tiefenlager" geregelt. 

Mit dem Sachplan soll ein transparentes, nachvollziehbares und verbindliches Auswahlverfahren gewährleistet werden. Das Bundesamt für Energie (BFE) trägt dabei die Gesamtverantwortung.

Die wichtigsten Grundsätze des Sachplans sind:

  • Die Sicherheit von Mensch und Umwelt hat oberste Priorität. Der Sicherheit nachgeordnet sind Aspekte der Raumnutzung, Wirtschaft und Gesellschaft.
  • Mit den Gemeinden der Standortregionen und der betroffenen Bevölkerung ist eine intensive Zusammenarbeit vorgesehen. Dazu wird eine regionale Partizipation aufgebaut.
  • Das Verfahren muss transparent sein.

Die Standortsuche erfolgt in drei Etappen.

Der Schwerpunkt der Etappe 1 liegt auf der Identifizierung geeigneter Standortgebiete aufgrund sicherheitstechnischer und geologischer Kriterien. Die Standortgebiete wurden im Oktober 2008 auf Basis des bestehenden erdwissenschaftlichen Kenntnisstands von der Nationalen Genossenschaft für die Entsorgung radioaktiver Abfälle (Nagra) vorgeschlagen.

Im Zentrum von Etappe 2 liegt die Partizipation: Die Standortregionen haben die Möglichkeit, bei der Konkretisierung der Lagerprojekte sowie den Untersuchungen der sozioökonomischen und raumplanerischen Auswirkungen mitzuarbeiten. Zudem werden die Standorte sicherheitstechnisch verglichen, bevor die Nagra pro Abfallkategorie mindestens zwei Standorte vorschlagen kann.

In Etappe 3 werden die verbleibenden Standorte vertieft untersucht. Um einen gleichwertigen sicherheitstechnischen Kenntnisstand zu erhalten, sind aus heutiger Sicht in Etappe 3 bewilligungspflichtige erdwissenschaftliche Untersuchungen, inklusive Sondierbohrungen, notwendig. Vor der Einreichung der Rahmenbewilligungsgesuche müssen die Grundlagen für Kompensationsmassnahmen und für die Beobachtung der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen erarbeitet sowie die Frage der Abgeltungen geregelt werden.

Danach wird der Bundesrat über einen  Standort für schwach- und mittelradioaktive Abfälle SMA sowie einen Standort für hochradioaktive Abfälle HAA oder für einen Standort für alle Abfallkategorien entscheiden (Rahmenbewilligung). Nach dem Entscheid des Bundesrats folgt die Genehmigung durch das eidgenössische Parlament und eine allfällige Volksabstimmung, falls das fakultative Referendum ergriffen wird.

Akteure gemäss Sachplan

Bundesamt für Energie (BFE) http://www.bfe.admin.ch/radioaktiveabfaelle/index.html?lang=de

ENSI
https://www.ensi.ch/de/themen/sachplan-geologische-tiefenlager/

Eidgenössische Kommission für nukleare Sicherheit KNS http://www.bfe.admin.ch/kns/

Ausschuss der Kantone https://awel.zh.ch/internet/baudirektion/awel/de/energie_radioaktive_abfaelle/radioaktive_abfaelletiefenlager/ausschuss_der_kantone_sicherheit.html

Kanton Zürich
https://awel.zh.ch/internet/baudirektion/awel/de/energie_radioaktive_abfaelle/radioaktive_abfaelletiefenlager.html

Nagra
http://www.nagra.ch/de

Regionalkonferenz Nördlich Lägern
http://www.regionalkonferenz-laegern.ch/

Für Fragen zu Sicherheitstechnik und Geologie ist ein eigenes Forum, das Technische Forum Sicherheit (TFS), eingerichtet worden, wo Sie Fragen stellen können, die im Forum beantwortet und periodisch aufgeschaltet werden. https://www.ensi.ch/de/technisches-forum-sicherheit/

Weitere Akteure

Der Verein „LoTi“ - nördlich Lägern ohne Tiefenlager - wehrt sich gegen ein Tiefenlager für radioaktive Abfälle, wie dies von der Nagra und im aktuellen Verfahren zum Sachplan geologischer Tiefenlager vorgesehen ist. http://loti2010.ch/

Der Verein Klar! Schweiz setzt sich seit seiner Gründung 2003 für einen verantwortungsvollen Umgang mit Atommüll ein.
http://www.klar-schweiz.com/

Kritische Stimmen von Marcos Buser und Walter Wildi zum Prozess. http://www.nuclearwaste.info/

Forum VERA setzt sich – unabhängig vom weiteren Schicksal der Kernenergienutzung in der Schweiz – für eine technisch sichere Entsorgung radioaktiver Abfälle ein.
http://www.forumvera.info/

Deutsche Expertengruppe Schweizer Tiefenlager
http://www.escht.de/

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